Blog #053 – Fortsetzung


Feedback geben fällt oft nicht leicht

Führungspersönlichkeiten und Manager kennen das Gefühl:

Bestimmte Dinge an der Arbeitsweise eines Mitarbeiters gefallen uns nicht. Wir tragen das Thema schon länger mit uns herum. Aber es anzusprechen, ist manchmal nicht ganz leicht. Welche ist die richtige Situation? Mit welchen Worten? Mache ich durch das Feedback vielleicht mehr kaputt, als dass es hilft?

Die gute Nachricht:

Es gibt eine genial-simple Methode, um regelmäßig nützliches Feedback zu geben und zu erhalten: Das Start-Stop-Keep-Feedback. Es ist die einfachste und gleichzeitig wirkungsvollste Methode, um Feedback zu geben. Und das Schöne daran ist: Die Start-Stop-Keep-Methode ist der perfekte Mix aus positivem sowie kritischem – und damit sehr konstruktiven und hilfreichem Feedback. Es setzt durch seine drei Bestandteile erstens Start, zweitens Stop und drittens Keep einen ganz klaren Rahmen, in dem Beobachtungen aus der Vergangenheit voll und ganz auf die Zukunft bezogen werden.

Damit wird ein Feed’back‘ sozusagen zu einem Feed’forward‘.

Richtig durchgeführt ermutigt es Mitarbeiter und Teammitglieder, auch dir als Chef oder Manager neben positivem ebenfalls kritisches Feedback zu geben. Das wird dir stark dabei helfen, dich als Führungspersönlichkeit weiterzuentwickeln.

Es baut mit jedem Start-Stop-Keep-Gespräch Vertrauen auf und führt zu einer exzellenten Feedbackkultur zwischen dir und deinen Mitarbeitern sowie auch im gesamten Team.

Denn nicht nur du mit deinen Mitarbeitern, sondern auch alle deine Teammitglieder werden nach und nach beginnen, sich ganz natürlich auf diese Art untereinander gegenseitiges Feedback zu geben.



Vertrauen festigen und Feedbackkultur stärken durch Start-Stop-Keep

Die grundsätzliche Idee an Start-Stop-Keep ist einfach. Es gibt nur wenige Regeln.

Jeder bringt zum One-on-One-Feedback-Gespräch jeweils mindestens ein Thema je Start, Stop und Keep für die andere Person mit, also:

  • Start: Was sollte sie/er zukünftig tun?
  • Stop: Was sollte sie/er zukünftig nicht mehr tun?
  • Keep: Was sollte sie/er zukünftig weiterhin tun, das du sehr schätzt?

Wichtig ist, dass wirklich beide Seiten jeweils mindestens einen Punkt mitbringen und kein Bereich leer bleibt – auch wenn es für Mitarbeiter vielleicht manchmal zunächst etwas schwerfällt, ihrem Chef ein „Stop“ mitzuteilen.

Und ebenfall sehr wichtig ist die Regel „Kein Feedback auf Feedback!“ Das bedeutet: Im Start-Stop-Keep-Termin gibt es keine Diskussionen über die genannten Punkte. Der Empänger hört einfach nur still zu und bedankt sich für das Feedback. Das war’s – auch wenn es schwerfällt, weil er vielleicht den ein oder anderen Punkt etwas anders sieht.

Aber das ist die wichtigste Übung beim Start-Stop-Keep: Die Sicht- und Gefühlsweise der anderen Person zu erkennen.

Durch das Start-Stop-Keep-Sheet erhältst du die perfekte Vorlage, womit du diese Feedback-Methode sofort in deinem Team nutzen und davon profitieren kannst.

Start-Stop-Keep-Feedback schnell und einfach einführen

Ein gegenseitiger Start-Stop-Keep-Termin unter vier Augen dauert nur maximal 15 Minuten.

Es ist der perfekte Rahmen für Führungspersönlichkeiten für regelmäßige One-on-One-Feedbacks mit ihren Mitarbeitern. Ein solcher 15-Minuten-Termin mit jedem Teammitglied alle zwei Wochen fest im Kalender eingeplant, wirkt nahezu Wunder.

Dieser Effekt entsteht durch die Start-Stop-Keep-Methode

Das führt zu immer wieder dem gleichen Effekt:

Mitarbeiter finden diese einfache, knackige und gleichzeitig brillant-effektive Art des Feedback Erhaltens und Gebens unglaublich hilfreich und wertvoll.

Ein Praxistipp, mit dem ich super Erfahrungen mache:

Erstelle dir für jedes deiner Teammitglieder eine Notiz in deiner Notizapp auf dem Handy und sammle darin durchgehend jeweils Start-, Stop- und Keep-Punkte, die dir in der täglichen Zusammenarbeit auffallen. So fällt es dir beim nächsten Start-Stop-Keep-Termin ganz leicht, daraus Punkte auszuwählen und als Feedback zu geben.

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