Blog #059


Wenn Krisenpläne nicht mehr greifen

17.06.2021

Auf manche Katastrophen kann sich ein Unternehmen kaum vorbereiten. Wenn ein Virus die Weltwirtschaft lahmlegt oder ein Kernkraftwerk von 14 Meter hohen Tsunami-Wellen überflutet wird, helfen die besten Pläne nicht weiter. Umso wichtiger ist ein Frühwarnsystem – und eine schnelle Reaktion.

Gut geführte Unternehmen kennen ihre Risiken und bereiten sich darauf vor. Diese Risiken können beträchtlich sein, und nicht immer lassen sie sich abwenden – denken Sie an die Havarie der Bohrplattform Deepwater Horizon, an wild gewordene Wertpapierhändler oder Explosionen in Chemiefabriken. Mit einem guten Risikomanagement können Unternehmen aber Prozesse entwickeln, mit denen sie die meisten Gefahren antizipieren, bewerten und verringern können.

Doch auch ein noch so ausgefeiltes Risikomanagementsystem kann ein Unternehmen nicht auf alles vorbereiten. Manche Risiken sind so abwegig, dass sie sich der Vorstellungskraft einzelner Manager und Managerinnen oder auch ganzer Führungsteams entziehen. Und selbst wenn Unternehmen weit hergeholte Risiken erwägen, erscheinen diese viel zu unwahrscheinlich, als dass es sich lohnen würde, Fähigkeiten und Ressourcen in die Vermeidung dieser Gefahren zu investieren. Solche entfernten Bedrohungen, die wir als neuartige Risiken („novel risks“) bezeichnen, lassen sich nicht auf herkömmliche Weise managen.

Auf den folgenden Seiten stelle ich die typischen Merkmale solcher Risiken vor. Ich erkläre, woran sich zeigt, ob sie eingetreten sind. Und ich beschreibe, wie Unternehmen ihre Ressourcen und Fähigkeiten einsetzen sollten, um die Folgen einzudämmen.

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