Blog #064 – Fortsetzung


Bei der neuen Führung geht es also nicht nur um das Gestalten neuer Methoden und eines attraktiven Arbeitsumfeldes, sondern vielmehr darum, Menschen aus der Abhängigkeit eines Unternehmens heraus in die Eigenverantwortung zu führen. Und das setzt bei den Führenden ein genauso bedingungsloses wie ehrliches Interesse an der Entwicklung der im Team mitarbeitenden Menschen voraus. Es geht also vielmehr um die vom Begründer des New Work, Fridjof Bergmann, häufig zitierten Mentoren, die den Mitarbeitenden helfen, ihre „Selbstunkenntnis“ zu überwinden und sich auf die Suche nach einer Arbeit in Übereinstimmung mit den eigenen Wünschen, Hoffnungen, Träumen und Begabungen zu machen.

Die sogenannte neue Führung hat also weniger etwas mit neuen Methoden zu tun, sondern vielmehr mit einer Haltung, dem Bewusstsein, der Fähigkeit und auch Bereitschaft, Menschen dabei zu unterstützen, ihrer wahren Natur entsprechend ins Handeln zu kommen. Denn wenn ich meiner tatsächlichen Natur entsprechend ins Handeln komme, spielen äußere Umstände für mein Wohlbefinden eine untergeordnete Rolle. Der Begründer des New Work ist Philosoph und kein BWLer oder Ingenieur! Und somit liegen der Quellen des New Work, und damit auch die der neuen Führung in der Philosophie. Gerade in der ethischen Philosophie geht es um die sogenannte Eudaimonie, also die Fähigkeit, ein gelingendes Leben jenseits äußerer Faktoren zu gestalten. Darin liegt der Sinn der neuen Führung: Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, sodass sie trotz aller Herausforderungen und widriger Umstände ihren inneren Frieden bewahren.

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