Blog #068 – Fortsetzung


Mit Upskilling neue Kompetenzen erlangen

Zwischen Hard Skills und Soft Skills, von IT-Kenntnissen bis zur Teamfähigkeit: Veränderungen der Kompetenzen ermöglichen die Anpassung an neue Arbeitsprozesse und Veränderungen des Arbeitsumfeldes. Wer in der neuen Arbeitswelt erfolgreich sein möchte, muss sich weiterbilden. Die Rede ist von Upskilling – das Erlernen von Fähigkeiten, die aufgrund der Digitalisierung relevanter werden. Die Tätigkeit im Job verändert sich dabei nicht grundlegend, aber innovatives Know-how ist gefragt. Zum Beispiel bei der Integrierung neuer Technologien: Teilaufgaben werden im Rahmen der Digitalisierung automatisiert und das Personal erlernt den Umgang damit.

Ohne Upskilling keine Innovation

Denn was bringt es, wenn die Zukunft digital ist, die Fähigkeiten der Mitarbeitenden aber nicht? Unternehmen müssen ins Upskilling investieren. Es ist das wichtigste Instrument, um den Kompetenzbedarf zu decken.

Viele Betriebe beklagen einen Fachkräftemangel oder unzureichende Kenntnisse für den Umgang mit neuen Technologien. Fehlen Beschäftigten die gefragten Kompetenzen, entstehen sogenannte Skill Gaps. Laut einer Studie von McKinsey sind heute oder in naher Zukunft 80 Prozent der Unternehmen von Skill Gaps betroffen. Und darunter leiden automatisch Innovationskraft und Erfolg von Unternehmen. Upskilling setzt hier an: Die Weiterbildungskonzepte decken den neuen Kompetenzbedarf und beugen so Skill Gaps vor.

Die Frage, die sich jetzt stellt: Was sind die Future Skills, die beim Upskilling forciert werden müssen? Klar ist, dass die Digitalisierung eine steigende Nachfrage nach IT- und Technikkompetenzen mit sich bringt. Das stellte auch die IUBH-Trendstudie als größte Aufgabe des Upskillings heraus. Aber genauso muss der Umfrage zufolge auch Know-how in den Feldern Marketing und Kommunikation sowie Management und Wirtschaft gefördert werden.

Soft Skills empowern

Fortbildungsbedarf besteht nicht nur in Hard Skills. Die neue digitale Arbeitswelt verlangt auch nicht-digitale Fähigkeiten, die zu den Soft Skills zählen. Erst zwischenmenschliche Kompetenzen ermöglichen es überhaupt, sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen. Was sind die relevantesten Soft Skills, die in Zukunft gefördert werden müssen? Die IUBH-Trendstudie nennt hier Konfliktmanagement, Problemlösungskompetenzen und Teamwork. Hinzu kommen Mitarbeiter·innenentwicklung, Stressprävention sowie das Delegieren und Loslassen als ausbaufähige Soft Skills speziell für Führungskräfte.

Diese Form der Personalentwicklung geht somit weit über das Erlernen neuer technischer Arbeitsprozesse hinaus.

Personalentwicklung konsequent umsetzen

Upskilling ist zwingend notwendig – das steht außer Frage. Aber wie integrieren Unternehmen Weiterbildung in den Arbeitsalltag? Die Digitalisierung weist einen ersten Weg, aber die Kompetenzlücken müssen individuell gefüllt werden. Dafür bedarf es Einsatz auf allen Ebenen. Geschäftsführer*innen legen die individuelle Digitalisierungsstrategie des Unternehmens fest und entsprechend das notwendige Upskilling-Konzept. Um dieses zu konkretisieren, sind die Führungskräfte gefragt: Sie leiten Mitarbeitende an, motivieren diese fürs Upskilling und bilden sich gleichzeitig auch selbst weiter. Mitarbeitende müssen sich wiederum auf die Veränderungen einlassen. Etwa indem sie Weiterbildungsmaßnahmen wie Schulungen und Workshops in Anspruch nehmen, um das Upskilling aktiv umzusetzen. Eine Schnittstelle aller Bereiche ist die HR ¬– die Personalabteilung begleitet Führungskräfte und Mitarbeitende bei der gezielten Weiterentwicklung von Kompetenzen.

Die Digitalisierung ist kein Selbstläufer – und genauso wenig entwickeln sich in Zukunft relevante Skills von allein. Die Anforderungen an Weiterqualifizierungen sind höher denn je. Deshalb gilt: heute upskillen, um morgen erfolgreich zu sein.

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