Blog #094 – Fortsetzung


Im US-Wirtschaftsmagazin Inc.com präsentiert Finkel vier Fragen, die Unternehmerinnen und Unternehmern helfen sollen, besser einzuschätzen, wie gut sie selbst arbeiten – und wie gut das Team. Beides richtig bewerten und gegebenenfalls verbessern zu können, sei die Basis für wachsenden Erfolg.

Wer alle vier Erfolgsfragen mit Ja beantworten kann, braucht einfach nur so weiterzumachen wie bisher – denn in dem Fall sind steigende Umsätze Finkel zufolge sehr wahrscheinlich. Lautet die Antwort auf eine oder mehrere Fragen dagegen Nein, müssten Unternehmer nachbessern, um die Umsätze wachsen zu lassen – wo genau, dafür lieferten die Fragen einen Anhaltspunkt.

Wichtig: Chefs und Chefinnen sollten die Fragen laut Finkel „schonungslos ehrlich“ beantworten. Und sie sich alle drei Monate aufs Neue stellen – um so den Erfolg dauerhaft zu sichern. Hier David Finkels vier Erfolgsfragen für mehr Umsatz:

Erfolgsfrage 1: Erledigen Sie jede Woche weniger Aufgaben – dafür aber wichtigere?

Diese Frage hilft laut Finkel zu erkennen, ob ein Chef gut im Delegieren ist und sich bemüht, diese Schlüsselkompetenz erfolgreicher Unternehmer weiter zu verbessern. Wer hier Ja antworten kann, hat dem Experten zufolge verstanden, dass Chefs nur dann möglichst viel zum Umsatz beisteuern, wenn sie sich nicht im Kleinklein verlieren – sondern ihre begrenzten Kapazitäten für To-dos nutzen, die wirklich nur sie erledigen können.

Lautet die Antwort Nein, folgen Sie sehr wahrscheinlich der irrigen Annahme, dass Chefs alles am besten können – und so viel wie möglich selbst erledigen sollten. „Chaotischer Aktionismus ist kein Kennzeichen erfolgreicher Unternehmer, sondern eines von unreifen Führungskräften“, so Finkel.

Erfolgsfrage 2: Sind Sie als Chef heute leichter zu ersetzen als vor 90 Tagen?

In seinem eigenen Unternehmen überlegt Finkel jedes Quartal aufs Neue, worin er seine Mitarbeiter schulen könnte – links und rechts ihrer eigentlichen Aufgaben. Der Gedanke dahinter: Wissen mehr Mitarbeiter viel, kommt es irgendwann weniger auf den Unternehmer selbst an. Chefs sind dann leichter zu ersetzen und können Urlaub machen – oder einmal krank sein –, ohne dass ihr Fernbleiben direkt die Umsätze sinken ließe.

Sie müssen mit Nein antworten? Dann rät Finkel, eine Liste mit Aufgaben zu erstellen, die typischerweise liegenbleiben oder schiefgehen, wenn Sie nicht da sind. Überlegen Sie sich dann, welche Qualifikationen welche Mitarbeiter bräuchten, um diese Aufgaben erledigen zu können – und finden Sie anschließend Wege, wie sie diese erhalten könnten.

Erfolgsfrage 3: Regen Sie Ihre Mitarbeiter an, mehr Verantwortung zu übernehmen?

„Das kann nur der Chef entscheiden!“ oder „Da muss der Chef noch drüberschauen!“: Herrscht in einem Unternehmen eine Atmosphäre der Unsicherheit, bremst das Finkel zufolge Wachstum – weil es Abläufe verzögert. Deshalb sollten Unternehmer insbesondere die engeren Mitarbeiter fördern, schulen, ihnen ein guter Mentor sein. Dann gelinge es Mitarbeitern mit der Zeit immer besser, selbstständig zu arbeiten, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, sich untereinander abzustimmen – und damit die Umsätze zu steigern, ohne dass der Chef permanent involviert sein muss.

Erfolgsfrage 4: Fragen Sie regelmäßig Ihr Team um Rat?

„Sein Team um Hilfe zu fragen, ist ein guter Weg, es wachsen zu lassen – und Mitarbeiter anzuregen, ihre Ideen mit allen zu teilen“, erklärt Finkel. Wer sich auf diese Weise aus der Chefrolle löse und die Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücke, würde außerdem das Team glänzen lassen. Das wiederum motiviere – und helfe so, Umsätze zu steigern.

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