Blog #111 – Fortsetzung


Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bist du in einer der drei folgenden Situationen:

Situation Eins

Genau so oder so ähnlich, ist es jetzt schon bei euch. Cool, sei froh. Mach einfach weiter wie bisher und lies dennoch weiter. Denn irgendwann werdet ihr an den Punkt kommen, wo es einfach wichtig wird, sich ein Paar Gedanken dazu zu machen, wie ihr auf lange Frist zusammenarbeiten wollt, OHNE die ganzen schlechten Erfahrungen der „Etablierten“ zu machen.  

Situation Zwei

Oder es ist so, dass du das Potenzial in eurem Team dazu siehst. Aber irgendwie kommt ihr nicht richtig zum Fliegen. Ihr habt einen tollen Auftrag, das Produkt ist gut, die Leute sind prima … im Grundsatz stimmt alles und doch hebt euer Business-Modell nicht richtig ab. Ein Flugzeug fliegt dann, wenn der Antrieb grösser ist als der Luftwiderstand. Und genau da müsst ihr hinkommen. Euer Antrieb muss grösser werden als der Widerstand.

Situation Drei

Schließlich ist es auch denkbar, dass du in einer Organisation bist, die noch Lichtjahre von „Agilität“, flachen Hierarchien und Co-Creation entfernt ist. Kein Problem. Ganz ehrlich: In meiner Arbeit treffe ich selten auf einen CEO der mir sagt: „Prima, Herr Michalik, auf Sie habe ich gewartet. Bitte krempeln Sie mein ganzes Unternehmen um.“ Zumeist fangen wir in einem Bereich an. Schaffen dort unsere Kultur, werden zum Vorbild und stecken andere mit der Idee an. Wie das geht, zeige ich jetzt auf.

Wenn du dich darin widererkennst dann schlage ich dir die folgenden drei Schritte vor:

Schritt 1: „Beim Menschen beginnen“

Wenn du das volle Potenzial bei den Menschen entfalten willst, dann solltest du nicht mit Methoden anfangen. Echte Co-Creation beginnt immer bei den Menschen: Wertschätzend und respektvoll. Ich arbeite immer zuerst an der inneren Haltung. Wenn wir dort die Basis gelegt haben, dann beginne ich mit den Co-Creation Methoden um das Team in der Umsetzung und Anwendung der Haltung im Zusammenarbeiten zu unterstützen

Kernfragen:

  • Was ist dir wichtig? Was sind deine Werte?
  • Was kannst du richtig gut und machst auch richtig gerne?
  • Wie bringst du deine Werte und Stärken am besten zum Scheinen?

Schritt 2: „Vom ICH zum WIR“

Verbindet euch jetzt miteinander. Schafft ein starkes Team nach dem Motto: Erfolgreiche Teams brauchen starke Persönlichkeiten.

Kernfragen:

  • Was haben wir gemeinsam?
  • Wo ergänzen wir uns?
  • Was verbindet uns im Ziel? Was ist unser gemeinsames Interesse daran?

Schritt 3: „Sinnstiftung mit Leistung verbinden“

In Co-Creation steckt neben «Co» auch «Creation»: Wenn ihr euch in der Haltung der Co-Creation verbindet, sollte das das ziel- und zweckgebunden sein. Eure Verbindung soll dazu dienen, gemeinsam etwas Besonders, etwas Einmaliges zu schaffen.

Kernfragen:

  • Was ist unsere Vision?
  • Welches Ziel lässt sich daraus für die kommenden 12 Monate ableiten?
  • Wie setzen wir das agil in den Teams um? (z.B. mit OKR – Objectives & Key Results)

Neue Beiträge in deinem Postfach