Blog #112 – Fortsetzung


„Wie bitte? Jetzt soll ich sogar noch die Leute im Team loben, die permanent die Leistung der Gruppe nach unten ziehen?“ Ja, richtig! Was auf den ersten Blick ziemlich absurd klingt, gehört für gute Führungskräfte zum Tagesgeschäft und kann in der Praxis wahre Wunder bewirken. Besonders bei den Mitarbeitern, die unterdurchschnittliche Leistung bringen. Wie du diese Technik ab sofort einsetzen kannst und damit die Leistung im gesamten Team erheblich erhöhst, zeige ich in diesem Artikel.

Gute Führung braucht Zeit

Die Zeit ist knapp für Führungskräfte. Besonders für junge Chefs, die erst seit wenigen Monaten /Jahren den Job der Führungskraft übernommen haben. Viele Projekte, Themen und noch mehr Meetings. Wer wichtig ist, ist unterwegs. Da bleibt wenig Zeit für die Steuerung des Teams. Und ganz nebenbei: Steuerung ist noch lange keine gute Führung.
In der Realität vieler Führungskräfte ist es aber so, dass es gerade mal zur Steuerung des Teams reicht. Dafür werden dann maximal kurze Delegationsgespräche geführt. Diese schwache Führung funktioniert bei High Performern (kurzfristig) noch einigermaßen. Sie sind hoch motiviert, methodisch fit und können kurzfristig auch mit relativ wenig Kontakt zum eigenen Chef auskommen. Ausbleibendes Feedback und Motivation ersetzen die „Bad Boss Survival-Experten“ kurzfristig mit Selbstreflexion und intrinsischer Motivation. Aus Sicht des Chefs sind diese Mitarbeiter eine sichere Bank. Sogar schlecht geführt halten sie dem Chef den Rücken vorübergehend mit verlässlicher Leistung frei.  

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