Blog #138 – Fortsetzung


Die 2×2 Entscheidungsmatrix

Skizziere Deinen Teammitgliedern diese Matrix z.B. am Whiteboard, um ihre Erwartungen zu schärfen, welche Arten von Entscheidungen es bei Euch gibt. Nenne dazu jeweils ein Beispiel.

  • Ich: Solche Arten von Entscheidungen triffst Du allein.
  • Ich+: Solche Arten von Entscheidungen triffst Du, aber holst Dir vorher Input von den anderen ein.
  • Wir: Solche Arten von Entscheidungen treffen alle im Team gemeinsam -> nutze dafür das Consensus Decision Making.
  • Ihr: Solche Arten von Entscheidungen trifft das Team allein ohne Dich (dafür nutzen sie ebenfalls das Consensus Decision Making)

Consensus Decision Making

  • Das Consensus Decision Making ist ein Weg zur Entscheidungsfindung in einer Gruppe. Entscheidungen werden dabei ohne Gegenstimme getroffen.
  • Es ist nicht, was im deutschsprachigen Raum allgemein unter Konsens verstanden wird.
  • Es sorgt für einen schnellen Prozess und steigert die Verantwortlichkeit jedes einzelnen, da er sich darüber bewusst sein muss, dass sein `NEIN` den Prozess blockiert. Er muss für sich abwägen, ob seine Gründe so wichtig sind, den Prozess zu stoppen, bzw. er seine Bedenken zurückstellt und die Entscheidung mittragen will.
  • Das Prinzip ist:
    • Die Person, die accountable für ein Thema ist, schlägt eine Entscheidung vor
    • Alle anderen Teammitglieder nenne ihre Stimme zu dieser Entscheidung, als Ja, Neutral oder Veto – zum Beispiel auch durch Daumen hoch, Daumen mittig oder Daumen runter.
      • Ja/Daumen hoch: Es ist auch meine präferierte Entscheidung
      • Neutral/Daumen mittig: Es ist nicht meine präferierte Entscheidung, aber ich stoppe sie nicht.
      • Stopp/Daumen runter: Ich muss mein Veto einlegen und stoppe diese Entscheidung bewusst.
    • Nur wenn eine Person Veto sagt bzw. Daumen runter zeigt, wird die Entscheidung nicht gefällt wie vorgeschlagen und es muss weiter diskutiert werden und über neue Vorschläge mit der gleichen Methode abgestimmt werden.

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