Der Change Manager kommuniziert vollständig, klar und wahrheitsgemäß

Wenn eine Veränderung im Unternehmen ansteht, schreien nicht alle gleich „Hurra“! „Warum denn schon wieder etwas verändern? Es läuft doch alles!“. An dem „guten alten Zustand“ wird gerne festgehalten, zum Teil aus Angst vor etwas Neuem oder auch aus reiner Bequemlichkeit. Eine wesentliche Aufgabe des Change Managers ist es daher, Beteiligte der Veränderung hierfür zu gewinnen. Ich sage extra nicht „zu begeistern“, denn aus meiner Praxis weiß ich sehr genau, dass auch der beste Change Manager nicht jeden begeistern kann. Da ist die eine Gruppe von Mitarbeitern, die sofort Feuer und Flamme für die Sache ist und gleich starten will, und da ist die andere Gruppe, die der Veränderung per se ablehnend gegenübersteht. Die Mehrheit der Mitarbeiter befindet sich zum Beginn eines Veränderungsprozesses in der eher abwartenden Haltung.

Wie nun mit den einzelnen Gruppen umgehen? In jedem Fall ist eine vollständige, klare und wahrheitsgemäße Information von großer Wichtigkeit. Die Mitarbeiter spüren, wenn Ihnen nicht reiner Wein eingeschenkt wird. So entstehen Gerüchte, die wiederum zu Unsicherheit führen. Dies gilt es durch gute Kommunikation zu vermeiden, denn Unsicherheit führt nicht selten zu Angst, und Angst lähmt jede Kreativität, die so häufig in der Veränderung benötigt wird, um gute Lösungen zu finden. Durch die vollständige Kommunikation entsteht kein Spielraum für Interpretationen. Auch unangenehme Wahrheiten müssen klar und vollständig kommuniziert werden. Wichtig ist auch der zwischenmenschliche, persönliche Kontakt. Ein gutes Gespräch unter vier Augen und ein gehöriges Maß an Empathie können Wunder vollbringen.

Widerstände gegen Veränderungen sind normal

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